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Wir hoffen, ihr seid gut ins neue Jahr gestartet und konntet die Festtage geniessen. Nach einer kurzen Pause sind wir jetzt wieder für euch da. In dieser Ausgabe stehen folgende Themen im Fokus:

  1. ⚽Warum das „beste“ System oft das falsche ist

  2. 👉2 Neue Übungen für Dich!

⚽Warum das „beste“ System oft das falsche ist

Gibt es das perfekte System?
Diese Frage wurde Trainern in Interviews schon unzählige Male gestellt. Gibt es eine Lieblingsformation? Ein System, das allen anderen überlegen ist? Eine Spielidee, die immer funktioniert?

Die Antwort der meisten Top-Trainer lautet: nein.
Denn ein System hat keinen Wert an sich. Es ist nur dann gut, wenn es mit allen anderen Aspekten einer Mannschaft harmoniert.

Der Zweck eines guten Systems ist dabei erstaunlich simpel: Es soll den Spielern helfen.

Während eines Spiels stehen Spielern permanent viele Optionen offen. Genau das macht Fussball so komplex. Spieler müssen Situationen wahrnehmen, sie richtig einschätzen, eine Entscheidung treffen und diese anschliessend technisch sauber umsetzen. Wahrnehmung, Entscheidung und Ausführung greifen dabei ununterbrochen ineinander – oft unter Zeitdruck, Stress und Gegnereinwirkung.

Ein gutes System unterstützt genau diesen Prozess. Sie schafft Orientierung. Sie gibt Spielern wiederkehrende Bilder und klare Handlungsoptionen. Dadurch hilft sie, Situationen schneller zu erkennen und bessere Entscheidungen zu treffen. Kurz gesagt: Sie reduziert Komplexität.

Das funktioniert allerdings nur dann, wenn die Taktik zu den Spielern passt. Wer Spieler immer wieder in Situationen bringt, die sie nicht beherrschen, arbeitet gegen sie. Es ergibt keinen Sinn, das eigene Spiel auf lange Bälle auszurichten, wenn der Stürmer diese nicht festmachen kann. Und selbst das beste Pressingsystem bleibt wirkungslos, wenn den Spielern die konditionellen Voraussetzungen fehlen, um es über längere Phasen durchzuziehen.

Hier liegt ein zentraler Punkt guter Trainerarbeit:
Ein System darf kein Wunschbild sein, sondern muss Realität abbilden. Sie orientiert sich nicht daran, wie Fussball „idealerweise“ aussehen soll, sondern daran, was die eigene Mannschaft leisten kann.

Ein System muss sich deshalb an einer zentralen Frage messen lassen:
Holt sie das Optimum aus den eigenen Spielern heraus?

Folgerichtig gibt es auch kein universelles Wundersystem. Erfolgreiche Trainer wechseln Formationen, Rollenprofile und Prinzipien – nicht, weil sie inkonsequent sind, sondern weil sie konsequent spielerorientiert arbeiten. Taktik ist kein starres Korsett. Im Idealfall ermöglicht sie erst, dass Stärken zur Geltung kommen und Schwächen kaschiert werden.

José Mourinho bringt es auf den Punkt: Ein Trainer müsse die Stärken seiner Mannschaft kennen – und genauso ihre Schwächen. Nur so könne er Wege finden, die eigenen Schwachstellen vor dem Gegner zu verbergen.

Und dann ist da noch der Gegner.

Selbst wenn die eigenen Spieler einen perfekten Tag erwischen und nahezu jede Entscheidung richtig treffen, kann ein Spiel kippen, wenn der Gegner die eigene Idee gut kontert. Fussball ist immer das Zusammenspiel zweier Teams. Keine Taktik existiert im luftleeren Raum.

Auf höchstem Niveau erinnern Spiele deshalb oft an Schachpartien. Trainer beobachten, reagieren und justieren. Auf kleinste taktische Veränderungen des Gegners folgen Anpassungen: Spieler werden an die Seitenlinie gerufen, Positionen verändert, Zettel aufs Feld gereicht. Jede Massnahme soll Einfluss auf das Spielgeschehen nehmen.

Oft wird das System genau auf diese Momente reduziert – auf kleine Anpassungen während des Spiels. Doch das greift zu kurz. Diese Eingriffe sind sichtbar, aber sie sind nur die Spitze des Eisbergs. Die eigentliche taktische Arbeit passiert lange vor dem Anpfiff: im Training, in der Spielvorbereitung und in der klaren Vermittlung von Prinzipien.

Viele Faktoren lassen sich vom Spielfeldrand aus nicht mehr beeinflussen. Wenn es nur darauf ankäme, im richtigen Moment die passenden Worte aufs Feld zu rufen, wären Training, Matchpläne und individuelle Qualität zweitrangig. Genau deshalb beginnt gute Taktik nicht am Spieltag – sondern weit davor.

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